Fahrtenberichte

Heimat- und Studienfahrt am 6. Mai 2017 nach Wernigerode und auf den Brocken

 

Gut gelaunt und zweckmäßig warm gekleidet machte sich unsere große Reisegruppe erwar­tungsfroh und zeitgerecht früh morgens auf den Weg. Um die lange Anreise nach Wernige­rode zu nutzen, wurde ausführlich über die „Schatzkiste Harz“ mit ihren vielfältigen naturge­gebenen Reichtümern berichtet. Und wie es den Menschen gelang, die dem Bergbau geschul­dete Industriebrache Harz in die heutige Park- und Erholungslandschaft zu verwandeln.

Im Kopfbahnhof der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) in Wernigerode wartete bereits unser Traditionszug, der uns über Drei Annen Hohne und Schierke zum Brockengipfel bringen sollte. Gezogen von zwei Dampflokomotiven der Bauart Mallet fuhren wir auf kurvenreicher steiler Strecke gemächlich aber geräuschvoll mit Pfeifen und Läuten in die wolkenverhangene Bergwelt. Als Willkommensgruß gab es einen Schluck Harzer Kräuterlikör und bei einem längeren Aufenthalt in Schierke konnten wir uns zünftig mit Getränken und Speisen verpfle­gen. Die Durchfahrt von drei Dampfzügen und die notwendigen Rangierfahrten in dem klei­nen Bahnhof Schierke waren für viele von uns „Nostalgie pur“. Unterwegs mit sach- und fachkundigen Informationen versorgt, verschwand unsere Reisegesellschaft auf den letzten Höhenmetern zum Brockenbahnhof regelrecht im Nebel. Er war so dicht und nass, dass man vom Brockenhotel aus nicht den Fernsehturm erkennen konnte. Typisches Brockenwetter! Trotz der niedrigen Temperatur nahe dem Nullpunkt wurden die touristischen Angebote auf der breiten Kuppe gern angenommen: ein kleiner Spaziergang auf dem Brockenrundweg, ein Besuch im Wolkenhäuschen und im Erlebnismuseum Brockenhaus und ein Gang um den höchsten Punkt, die Brockenuhr. Die Zeit verging wie im Flug und bald brachte uns unser Sonderzug wieder wohlbehalten nach Wernigerode zurück. Auf der Heimfahrt im Reisebus erfuhren unsere Heimatfreunde viel Interessantes und Vergnügliches über „Heilige und He­xen“ und kurz nach 20 Uhr endete eine erlebnisreiche Tagesfahrt wieder in unserer Heimat­stadt.

Heimat- und Studienfahrt am 18.09.2016

nach Worpswede und zu Knoops Park

an der Lesum

 

Für die Teilnehmer der Exkursion unseres Heimatvereins war es ein Sonntag voll angenehmer Überraschungen. Zunächst konnte Reiseleiter Bernd Isler den 1000. Gast seit Übernahme seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für den Heimatverein im Jahr 2006 mit einem Gutschein

für eine Tagesfahrt für zwei Personen begrüßen und alle anwesenden Heimatfreunde zum

nachmittäglichen Sonntagskaffee auf dem Passagierschiff einladen, um auf diese Weise den besonderen Dank für die Treue und Verbundenheit der Reiseteilnehmer zu ihrem Heimatverein auszudrücken.

Während der Anreise bei strahlendem Sonnenschein nach Worpswede wurde über die Kolonisation des Teufelsmoors durch den kurfürstlich-hannöverschen „Moorkolonisator“ Jürgen Christian Findorff erzählt, der Mitte des 18. Jahrhunderts die Voraussetzungen für die heute schöne und touristisch attraktive Landschaft schuf.

Bei der sehr interessanten Führung durch den „Barkenhoff“ standen Leben und Werk des Künstlers Heinrich Vogeler (1872 – 1942), einem Mitbegründer der Worpsweder Künstlerkolonie Ende des 19. Jahrhunderts, im Mittelpunkt. Die ausgestellten Exponate und Bilder belegten eindrucksvoll seine Vielseitigkeit als Maler, Grafiker, Designer und Architekt. Darüber hinaus wurde über Vogelers sozialpolitische Utopien als Pazifist und Kommunist und über seinen elenden Untergang 1942 auf einer Kolchose in Kasachstan (UdSSR) berichtet.

 

Anschließend war im Restaurant „Bahnhof Worpswede“, einem von Heinrich Vogeler konzipierten und eingerichteten Jugendstil-Bau, für unsere Gruppe der Mittagstisch gedeckt.

Nach dem Transfer zum Martinianleger in Bremen stand eine Schiffsreise nach Vegesack und zu Knoops Park an der Lesum auf dem Programm. Christof Steuer erzählte während der Fahrt und beim Landgang kurzweilig und amüsant über Land und Leute, über Schiffe und Häfen an der Weser und über den Park und die Villen der Bremer Oberschicht an der Lesum, sodass die Zeit wie im Fluge verging. Gegen 19.30 Uhr endete ein unbeschwerter, wundervoller Reisetag wieder in Delmenhorst.

Aufgrund der großen Nachfrage soll diese Tagesfahrt im kommenden Jahr wiederholt werden.