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2019 - so war das Jahr

Dürfen wir vorstellen: der gräfliche Hof in Delmenhorst 

E i n l a d u n g

 

         "Jahreshauptversammlung 2019"

    am Dienstag, 12. März 2019, um 15.00 Uhr

  Hotel-Gastronomie Thomsen, Bremer Str. 186

 

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Mitgliederversammlung des Heimatvereins 2019 

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 
unsere diesjährige Mitgliederversammlung findet am nächsten Dienstag, dem 12. März, im Restaurant Thomsen, Bremer Straße, statt. Einlass ist ab 14.30 Uhr; wir beginnen dann mit dem Kaffeetrinken. Nach der Eröffnung der Versammlung um 15 Uhr werden wir zunächst den Vortrag des Vorsitzenden der vor einigen Monaten gegründeten Münstermann-Gesellschaft e.V., Herrn Dr. Dietmar Ponert, „Graf Anton II. von Delmenhorst und seine Familie als Förderer der Kunst von Ludwig Münstermann“ hören.  Der bedeutende norddeutsche Bildhauer Ludwig Münstermann hat in den ersten vier Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts fast ausschließlich für die Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst gearbeitet. Wie kein anderer hat er die Kirchen in der Region geprägt. Im alten Land Oldenburg gibt es noch eine Vielzahl seiner Werke, deren Erhaltung die MüstermannGesellschaft unterstützen und deren Bedeutung sie in der Region und überregional hervorheben will.   Leider ist vor Ort nur sehr wenig von den Münstermann Werken erhalten geblieben. Allerdings ist einer der bedeutendsten Altäre, die Münstermann geschaffen hat, nämlich der in der Schlosskirche Varel, von Graf Anton II. und seiner Frau Sibylla Elisabeth in Auftrag gegeben worden. Herr Dr. Ponert wird die Bedeutung des Grafenpaares für die Gestaltung der Werke Münstermanns hervorheben. Denn im persönlichen Kontakt mit dem Künstler vermittelten beide nicht nur ihre künstlerischen Vorstellungen von Stil und Form der bestellten Werke sondern auch ein vielfältiges ikonographisches Programm, welches eigene Akzente setzte. Wir haben beschlossen, diesen Vortrag als weiteren Punkt in der Vortrags- und Veranstaltungsreihe zur Grafengruft und zur gräflichen Familie sowie zum 400. Todestag Graf Antons II. im Rahmen unserer Mitgliederversammlung halten zu lassen. Auch interessierte Nichtmitglieder sind zu dem Vortrag herzlich willkommen. Ab ca. 16 Uhr werden wir dann die Pflichtpunkte der Mitgliederversammlung aufrufen. 

 

Mit heimatfreundlichen Grüßen 
Friedrich Hübner 

 

Vorsitzender: Friedrich Hübner, Hermann-Allmers-Weg 20 B, 27751 Delmenhorst Telefon: 04221/40200

E-Mail: f.c.huebner@gmail.com

heimatverein.delmenhorst@gmx.de

www.heimatvereindelmenhorst.de                                              

 

Stellvertreterin: Herta Hoffmann                                                                          Bismarckstr. 46, 27749 Delmenhorst, Tel. 04221/64218 

Geschäftsführerin: Elke Reimers  

Leeskamp 20, 27777 Ganderkesee, Tel. 04221/944939

Bank: LzO (BLZ 28050100) 30410419 – IBAN: DE65 28050100 0030 4104 19   -    Amtsgericht Oldenburg: NZS VR 140292

 

Veranstaltungshinweis:

Stadtkirche Delmenhorst - Die Organistenprobe (oder warum selbst Engel nicht landen können) - Sonntag, 24. März 2019 / 17.00 Uhr 

 

Hier finden Sie einige ausgesuchte Veranstaltungshinweise im Jahr 2019 vom HEIMATVEREIN und von der STADTKIRCHE Delmenhorst:

- am 23.März 2019 "Orgelführung / Stadtkirche"

- am 27.April 2019 "Flämische Messingleuchter in der Stadtkirche"

- am 25.Okt. 2019  "Graf Anton II / Zinn-Särge in der Grafengruft der Stadtkirche" 

Die Leitung resp. Durchführung liegt bei Frau Barbara Stolberg von der Stadtkirche und bei Frau Herta Hoffmann vom Heimatverein.

Einzelheiten entnehmen Sie bitte zu gegebener Zeit auch der örtlichen Presse, oder sprechen Sie uns an...

Cuxhaven - Fahrt am 04. Mai 2019

Bernd Isler

Doc 05/19

 

Heimat- und Studienfahrt am 04. Mai 2019 nach Cuxhaven

 

Für unsere Reisegruppe standen an diesem kühlen Maitag die Schwerpunkte „Sicherung der Schifffahrtswege“ und „Auswirkungen von Klimawandel und Elbvertiefung auf den Küstenschutz“ im Mittelpunkt des Interesses. Bereits auf der Hinreise  gab es kurzweilige Informationen über die Landschaften der Küstenregion sowie über die Geschichte und Bedeutung der beiden Schwesterstädte Bremerhaven und Cuxhaven. Nach einem aufmunternden Frühstück im AERONAUTICUM, dem Deutschen Luftschiff- und Marinefliegermuseum in Nordholz, wurden Erinnerungen an die Zeit der „Zeppeline“, und  der frühen Aufklärungs- und Rettungsdienste wach. Die Führung im Fort Kugelbake in Cuxhaven-Döse verdeutlichte die beklemmende Atmosphäre der militärischen Küstensicherung.  

Beim erholsamen Mittagstisch an den Grimmershörner Seeterrassen konnten wir die weite Sicht über die Hafenanlagen und den regen Schiffsverkehr im Mündungsbereich der Elbe und den Blick auf die Kuranlagen und gepflegten Strände des Nordseeheilbades genießen. Ein kurzer Spaziergang im alten Hafen führte uns über den berühmten historischen Anleger „Alte Liebe“ zu unserer Barkasse. Die Erläuterungen unseres sachkundigen Kapitäns bei der einstündige Rundfahrt durch den Fischereihafen, den Amerikahafen und entlang der Deichanlagen bis zur Kugelbake zeigten uns bei bestem Wetter aber kaltem Wind deutlich die Chancen und Risiken der menschlichen Eingriffe in die Natur auf.

Nach einer reichhaltigen Kaffee- und Kuchentafel im urigen Moorriemer Landcafé bei Elsfleth kam unsere Reisegesellschaft mit vielen Eindrücken abends wieder wohlbehalten in Delmenhorst an.           

 

 

 

Hermann Allmers

ist Namensgeber einer Schule und einer Straße in Delmenhorst - aber sonst weiß kaum noch jemand etwas Näheres über ihn.

Mit einem musikalischen Programm der Mezzosopranistin Stefanie Golisch und des Pianisten Jan-Hendrik Ehlers am 07. Mai 2019 um 19.30 Uhr in der Turbinenhalle des Nordwollemuseums will der Heimatverein das Wirken dieses zu seinen Lebzeiten sehr bekannten Mannes wieder in Erinnerung rufen.

Hermann Allmers Werke "Das Marschenbuch" und "Römische Schlendertage" waren seinerzeit Bestseller.

Viele seiner Gedichte sind von zeitgenössischen Komponisten vertont worden, besonders bekannt ist "Die Feldeinsamkeit" von Johannes Brahms.

Das Programm wird die Schönheit seiner Gedichte, aber auch die Vielfalt der Vertonungen aufzeigen.  

Weitere Einzelheiten zu dieser Veranstaltung werden über die Presse bekannt gegeben.

 

 

Hermann Allmers

mit einem musikalischen Programm am 07. Mai 2019 um 19.30 Uhr in der Turbinenhalle des Nordwollemuseums will der Heimatverein das Wirken von Hermann Allmers wieder mehr bekannt machen.

Weitere Einzelheiten erfahren Sie unter "Aktuell".  

 

Delmenhorster Kreisblatt vom 04. April 2019

 

 

 

 

 

 

Vorsitzender:

 

Friedrich Hübner

Hermann-Allmers-Weg 20 B

27751 Delmenhorst

Telefon: 04221/40200

E-Mail: f.c.huebner@gmail.com heimatverein.delmenhorst@gmx.de

 

www.heimatverein-delmenhorst.de

 

                          HEIMATVEREIN

                      DELMENHORST e.V.

 

                                                                                                 2. April 2019

 

An die

 

Delmenhorster Zeitungen

 

 

Hermann-Allmers-Abend am Dienstag, dem 7. Mai 2019 in der Turbinenhalle des Fabrikmuseums Nordwolle

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

am 7. Mai veranstaltet der Heimatverein Delmenhorst um 19.30 Uhr in der Turbinenhalle des Fabrikmuseums Nordwolle einen musikalisch-literarischen Hermann-Allmers-Abend mit der Mezzosopranistin Stefanie Golisch und dem Autor und Pianisten Jan-Hendrik Ehlers.

Auf die beigefügte Beschreibung wird verwiesen.

 

Der Eintritt ist frei. Der Heimatverein bittet die Besucher um eine angemessene Spende.

 

Einlass ist ab 19 Uhr. Vor dem Konzert und in der Pause können an der „Bar“ Getränke erworben werden.

 

Wir freuen uns, mit diesem Programm an diesen norddeutschen Schriftsteller und Dichter zu erinnern, nach dem in Delmenhorst eine Schule und eine Straße benannt wurden.

Dabei werden Stefanie Golisch und Jan-Hendrik Ehlers sicherlich einige Facetten aus dem Schaffen des „Marschendichters“ aufzeigen, die noch nicht allen Besuchern bekannt sein dürften.

 

Wir freuen uns über eine baldige Vorankündigung der Veranstaltung und auch über weitere Hinweise kurz vor dem Konzert.

 

Mit heimatfreundlichen Grüßen

 

Friedrich Hübner

                                                                                                             

 

Stefanie Golisch

 

 

Hermann Allmers (1821-1902),

der „Marschendichter“ aus Rechtenfleth, ist heute nur noch Einheimischen und Fachleuten ein Begriff. Zu seinen Lebzeiten jedoch war Allmers ein überaus bekannter Mann, dessen Bücher „Das Marschenbuch“ und vor allem „Römische Schlendertage“, wahre Bestseller waren.

Besonders letzteres Buch entwickelte sich schnell zum meistverkauften deutschsprachigen Italienbuch nach Goethes „Italienische Reise“. Der vielseitig begabte und interessierte Allmers verfasste Prosa und Poesie, vor allem über seine norddeutsche Heimat. Vieles davon wurde von Komponisten der damaligen Zeit vertont.

 

Berühmtestes Beispiel dafür ist die „Feldeinsamkeit“ von Johannes Brahms, deren Text aus der Feder vom Marschendichter stammt. Auch der Amerikaner Charles Ives bediente sich eines Textes von Allmers für eine seiner Kompositionen. Viele andere Komponisten sind heute unbekannt.

 

Der Bederkesaer Pianist Jan-Hendrik Ehlers hat mit Hilfe von Archiven einige Lieder aus der Feder Allmers' zusammengetragen und bearbeitet.

Gemeinsam mit der Bremer Mezzosopranistin Stefanie Golisch hat er ein Programm erarbeitet, das die Schönheit der Allmers'schen Texte zeigt, aber auch die Vielfalt der Vertonungen demonstriert.

 

Stefanie Golisch

Die Bremer Mezzosopranistin Stefanie Golisch erhielt schon in früher Kindheit ihre musikalische Grundausbildung in den Fächern Gesang, Klavier und Querflöte. Nach ihrem abgeschlossenen Schulmusik- und Germanistikstudium an der Musikhochschule und Universität Heidelberg/Mannheim wechselte sie zum Gesangsstudium an die Hochschule für Musik Dresden zu Frau Prof. Christiane Junghanns. Neben einer sehr regen Konzerttätigkeit war und ist Stefanie Golisch immer wieder in verschiedenen Opern- und Musicalproduktionen zu hören.


Jan-Hendrik Ehlers

Der gebürtige Bremerhavener Jan-Hendrik Ehlers spielt seit seinem 10. Lebensjahr Klavier. Nach dem Studium der Musikpädagogik mit dem Hauptfach Klavier an der Universität Bremen begann er, freiberuflich als Pianist, vor allem im Jazz und Swing zu arbeiten. Regelmäßige Engagements als Theatermusiker am Stadttheater Bremerhaven und intensive Konzerttätigkeit im In- und Ausland zeigen seitdem die Vielfalt in Ehlers' Tätigkeit. Mit dem Hermann-Allmers-Projekt verbindet JanHendrik Ehlers die Liebe zur Musik mit der Begeisterung für die Regionalgeschichte des ElbeWeser-Dreiecks.

Der Weser Kurier - Delmenhorster Kurier schrieb zu unserer Veranstaltung:

EMDEN - Tour am 26. Mai 2019

Delmenhorster Kreisblatt - Artikel vom 29.04.2019

Sommerfest 2019 am 07. Juni 2019

 

 

Sommerfest 2019 am 07. Juni 2019 -

hier einige Impressionen:

 

 

"Gut Hasport" - Kaffee und Kuchen zum Start

 

 

Deniz Kurku (Landtagsabgeordneter und Heimatfreund) in der Mitte,

rechts Friedrich Hübner (1. Vorsitzender Heimatverein) und links Irma Hübner, Ehefrau  des 1. Vorsitzenden      

 

Friedrich Hübner (1. Vorsitzender Heimatverein)

 

 

Jan Jochen Meyer - ehemaliger 1. Vorsitzender; erweiterter Vorstand

 

 

Helmut Steinert - ehemaliger 1. Vorsitzender und Ehrenmitglied

 

 

Hanna Fischer und ihr Vortrag "Delmenhorst Besuch"

 

 

Die "Moorriemer Quetschkommoden"

 

 

Fotos cc. Andreas Fokken / Heimatverein e.V.

Interview

 

von Radio 90.vier, Jürgen R. Grobbin,

 

mit unserem 1. Vorsitzenden,

Friedrich Hübner, am 09.06.2019

 

Kalender 2020 "Delmenhorst"

Delmenhorster Kreisblatt vom 15. Juni 2019:

 

auch unsere stellvertretende Vorsitzende, Herta Hoffmann, engagiert sich unverändert stark für die Weiterent wicklung des Projekts...

 

Heimat - und Studienfahrt nach Osnabrück / Bramsche

am 29. Juni 2019 (Sonnabend)

Bernd Isler

Doc 08/19

 

Heimat- und Studienfahrt am 29. Juni 2019 nach Osnabrück und Bramsche

 

Nach einer unbeschwerten Anreise mit interessanten Informationen über die Geschichte, Geografie, Geologie und industrielle Entwicklung der Region Osnabrück, waren die Reiseteilnehmer angenehm überrascht von der bunt belebten historischen Altstadt Osnabrücks mit ihren Plätzen und Gassen, den prachtvollen Gildehäusern und reich verzierten Fachwerkbauten und den Parkanlagen entlang dem Flüsschen Hase. Begeistert waren die Heimatfreunde vom mittelalterlichen Marktensemble und dem spätgotischen Rathaus mit dem alt-ehrwürdigen Friedenssaal, in dem die protestantische Allianz im Jahre 1648 den Westfälischen Friedensvertrag unterzeichnete. Nach dem geführten Rundgang bei hochsommerlichem Wetter kam eine erfrischende Mittagspause in einer traditionsreichen, örtlichen Hausbrauerei gerade recht.

Am Nachmittag führte uns ein Besuch im ehemaligen Benediktinerinnen-Kloster Malgarten bei Bramsche den Beitrag der Klöster für die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung der Region exemplarisch vor Augen. In der alten Tuchmacherstadt Bramsche wurde uns im Tuchmacher-Museum am „Mühlenort“, an der Hase, anschaulich und kurzweilig der handwerkliche Prozess von der Schafwolle bis zum  gewebten und gefärbten Tuch vorgeführt und erklärt. Interessante Vergleiche zur industriellen Kammgarnproduktion in unserer Heimatstadt boten sich an.

In angenehmer Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen im „Wüllker-Hus“ konnten die Eindrücke und Beobachtungen in kleiner Runde besprochen werden, bevor auf der Heimfahrt ausführlich über Absichten und Zielsetzungen der „Niedersächsischen Frauenorte“ berichtet wurde.

Gegen 19.30 Uhr endete ein fröhlicher und erlebnisreicher Reisetag wieder in Delmenhorst.    

 

Fahrt in die Provence

Provencereise des Heimatvereins Delmenhorst vom 23. bis zum 30. Juli 2019

 

45 Heimatfreundinnen und Heimatfreunde und einige Gäste starteten am Dienstag, dem 23. Juli mit dem Busfahrer Rüdiger Nährig vom Busunternehmen Hutfilter um 6 Uhr auf den Weg ins ca. 1.300 km entfernte Uzès („Üsäß“) nördlich von Arles.

Vor der Zwischenübernachtung in Metz wurde uns die bewegte Geschichte dieser früheren (französischsprachigen) freien Reichsstadt und zeitweiser Hauptstadt Lothringens vermittelt und die riesige, mit vielen Kunstschätzen ausgestattete Kathedrale gezeigt, in der deutlich angenehmere Temperaturen herrschten als draußen in der Stadt.

 

Am Mittwoch musste dann bei weiterhin extremer Hitze draußen die lange Strecke bis Uzès

bewältigt werden, was mit Hilfe der Klimaanlage des Busses und dem Getränkevorrat an Bord gut gelang.

Nach Überschreiten der Grenze zur Provence haben wir die Autobahn verlassen, um über Pont St. Esprit nach Uzès zu fahren. In Pont St. Esprit konnten wir sogar mit unserem sehr großen Bus die gut 700 Jahre alte Rhonebrücke überqueren, über die schon Graf Gerd vor seinem Tod im Jahr 1500 gegangen oder gefahren ist. Bei der Durchfahrt durch den Ort konnten wir ihn nur von fern grüßen.

 

An den nächsten drei Tagen informierte uns der schon lange in der Provence lebende Gästeführer Florian kenntnisreich über die Geschichte, die Sitten und Bräuche der Provence und die Besonderheiten der täglichen Zielorte. Wegen der großen Hitze hatte Florian die Tour ins etwas höher liegende mittelgebirgige Luberon mit den Punkten Lavendelmuseum in Coustellet, Roussillon, Gordes und Kloster Sénanque auf Donnerstag vorgezogen. Der echte Lavendel war leider schon weitgehend geerntet, so dass die lila Pracht nur noch an wenigen Stellen etwas verblasst zu bewundern war. Dafür wurden wir mit einer sehr schönen Landschaft, u.a. auch in den Ockersteinbrüchen bei Roussillon, entschädigt.

 

Bei der Anfahrt in die Camargue am Freitag passierten wir zunächst die Schluchten des Gardon/Gard, der auf seinem Weg von den westlich gelegenen Cevennen zum Rhône (der Fluss ist in Frankreich ebenso wie unser gemeinsamer Strom Rhein männlich) tiefe Schluchten in die Landschaft gefräst hat, genauso wie die Ardeche weiter nördlich.

In der Camargue wurden uns die Landschaften und die dort typischen Tiere (Flamingos, Stiere, halbwilde weiße Pferde) und die Städte Aigues-Mortes mit kompletter mittelalterlicher Stadtmauer und Saintes-Maries-de-la-Mer gezeigt, bevor der Ausflug mit einer Besichtigung und einer Weinprobe in dem Cotes-du-Rhône-Weingut Domaine du Parc St. Charles am rechten Rhône-Ufer nördlich von Beaucaire seinen Abschluss fand.

 

Am Sonnabend war es wie erhofft „nur noch“ ca. 30° warm, so dass die Besichtigungen des Pont du Gard, der 49 m hohen Brücke über die Schlucht für die rund 2000 Jahre alte römische Wasserleitung zur Versorgung der Stadt Nîmes, und der mittelalterlichen Papststadt Avignon bei etwas moderateren Temperaturen stattfanden.

 

 

 

 

 

 

 

Nach der Erläuterung der Stadtgeschichte vor dem Papstpalast und am Aussichtspunkt des Parks „Dom“ mit Blick auf die vielbesungene Brücke und einem Gang durch die Altstadt bis zur Markthalle wurden wir zum „Freilauf“ entlassen. Am „Dom“ hatte uns Florian erklärt, dass man früher in den Schänken unter den Brückenbogen getanzt habe; nur durch einen „Übersetzungsfehler“ aus dem Provenzalischen ins Französische sei aus dem „unter“ ein „auf“ (sur) geworden.

Anschließend besichtigten wir noch den alten Herzogssitz Uzès (der Herzog war anwesend, wie die Flagge auf dem Schlossturm zeigte), in dessen Stadtwald die Quelle der früheren Wasserleitung nach Nîmes entspringt. Uzès mit nur rund 10.000 Einwohnern hat eine gut gepflegte Altstadt mit vielen Geschäften und einem regen Treiben in den Straßen und Gaststätten. Bei der Verabschiedung von Florian mit großem Applaus weinte sogar der Himmel.

Da abends noch heftigere Schauer niedergingen, fiel die angekündigte Stierkampfveran-staltung in der Arena in der Nähe unseres Hotels leider ins Wasser. Bei diesen „unblutigen“

Kämpfen versuchen junge starke Männer die Stiere bei den Hörnern zu packen und solange wie möglich zu halten.

 

Am Sonntag führte uns die auch im Umfeld von Uzès lebende Künstlerin und versierte Gästeführerin Susanne nach Arles mit römischem Theater und riesiger Arena aus der Antike und romanischer Kathedrale. Beim Stadtrundgang erlebten wir die in der Realität erhaltenen bzw. restaurierten Motive von bekannten Gemälden von Vincent van Gogh, wie das Café mit der gelben Fassade und Markise und den Garten des ehemaligen Krankenhauses.

Nach dem Besuch des Dorfes Les Baux mit seiner Burgruine als „Krone der Alpillen“ in einer malerischen Felsenlandschaft besuchten wir noch das gut erhaltene fast 20 m hohe römische Mausoleum, das drei Söhne aus der Familie der Julier vor rund 2000 Jahren für ihre Eltern errichten ließen, und einen etwa gleich alten Stadtgründungsbogen, beides vor den Toren von St.-Rémy. In der Heilanstalt gleich auf der anderen Straßenseite war Vincent van Gogh 1889/90 einige Monate. An der Zufahrt gab es einige Standorte mit Repliken seiner dort gemalten Bilder und Erläuterungen dazu. So konnte man die Motive – wenn auch mit geändertem Bewuchs – in der Landschaft erkennen.

Auch Susanne wurde mit Dank und Applaus verabschiedet.

Am Abend konnte aus der Gruppenkasse eine Runde Weißwein für alle kredenzt werden.

 

Nach der ersten kurzen Etappe der Heimreise am Montag gab es noch eine Stadtführung in Dijon, der früheren Hauptstadt des Herzogtums Burgund und weltbekannt für ihren Senf in zahllosen Variationen.

Am Dienstag folgte dann der über 800 km lange Strecke nach Delmenhorst, das wir gegen 22 Uhr erreichten.

 

Wir haben auf dieser schönen Reise viel erlebt und sind trotz der schwierigen klimatischen Bedingungen alle wieder gesund zurückgekommen.

 

Delmenhorst, 3. August 2019                           Friedrich Hübner

 

Halbtagestour nach Rechtenfleth / Hermann-Allmers-Haus
Reiseleiter: Manfred Radtke


Veranstalter : VHS Delmenhorst in Kooperation mit dem Heimatverein Delmenhorst
 
 
Termin :  Sonntag, 15.September 2019

Busabfahrt:  13.30 Uhr, ZOB Delmenhorst

Rückkehr: ca. 18.30 Uhr, ZOB Delmenhorst ______________________________________________________________________
 
Der Heimatverein Delmenhorst erinnerte am 07.Mai2019 mit einem musikalischen Programm in der Turbinenhalle des Nordwollemuseums an das Wirken des deutschen Schriftstellers Hermann Allmers (11.02.1821 bis 09.03.1902), der vor allem über Kultur und Landschaft seiner norddeutschen Heimat schrieb. Daher wird Hermann Allmers fälschlicherweise gerne als „Heimatdichter“ dargestellt.

 

Dem ist aber nicht so, denn neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit beschäftigte sich Hermann Allmers auch mit Graphik und Malerei. Seinem Freundeskreis gehörten viele bildende Künstler und Naturwissenschaftler an. Um diese erfolgreiche Veranstaltung abzurunden, bietet der Heimatverein Delmenhorst in Kooperation mit der VHS Delmenhorst am 15.09.2019 eine Halbtagestour zum Hermann-Allmers-Haus nach Rechtenfleth an, um das Leben und Wirken Hermann Allmers vertiefend zu ergründen.

 

Um 13.30 Uhr starten wir ab ZOB Delmenhorst mit dem Bus in Richtung Rechtenfleth, dem Geburtsort von Hermann Allmers. Um ca. 14.30 Uhr sind dann die Führungen in jeweils 10er Gruppen durch das Hermann-Allmers-Haus geplant, wobei angemerkt werden muss, dass die Besichtigung nicht barrierefrei ist (Treppen). Die Führungen dauern etwa 60 Minuten und werden von sach- und fachkundigen Mitarbeitern der Hermann-Allmers-Gesellschaft e.V. begleitet.
Nach dem Rundgang durch das Hermann-Allmers-Haus besteht dann die Möglichkeit, je nach Wetterlage, an einem ca. 30 bis 45 minütigen Spaziergang auf dem Weserdeich teilzunehmen und die gewonnenen Eindrücke der Besichtigung in dieser authentischen Umgebung zu verarbeiten.
Bevor wir nun die Heimfahrt nach Delmenhorst antreten, findet der Schlusspunkt unseres kulturellen Halbtagesausflug um ca. 16.00 Uhr in der Gastronomie Mensing statt.

Hier lassen wir den interessanten Tag mit einem Kaffee-Gedeck ausklingen.
Gegen ca. 17.30 Uhr werden wir die Heimfahrt nach Delmenhorst antreten und dort um ca.18.30 Uhr wieder eintreffen.  
 
Stationen der Exkursion sind:
 1. Geführte Besichtigung des Hermann-Allmers-Hauses in Rechtenfleth

2. Je nach Wetterlage Spaziergang auf dem Weserdeich

3. Kaffeegedeck (Kaffee und Kuchen) in der Gastronomie Mensing in Rechtenfleth
 
Kosten für Busreise, Nebenkosten, Führung und Kaffeegedeck: 36,00 € proTeilnehmer/in
 
Mindestteilnehmerzahl:  35 Personen, maximal 42 Personen     

 

 

 

Fahrt nach Golzwarden / Brake am 05. Oktober 2019 (mußte leider Anfang August 2019 verschoben werden...)

 

Bei dem Dachstuhlbrand an der Kirche in Golzwarden blieb glücklicherweise der Innenraum unversehrt.
Das Arp-Schnitger-Centrums in Brake geht davon aus, dass unsere Halbtagesfahrt am 5. Oktober 2019 stattfinden kann.

 

 

A b s a g e

 

der Heimat- und Studienfahrt zum Arp-Schnitger-Centrum

nach Golzwarden/Brake am 5. Oktober 2019

 

Entgegen ersten Einschätzungen sind die Schäden an Orgel und Inventar nach dem Dachstuhlbrand an der Kirche Golzwarden/Brake leider so erheblich, dass die für den

05.10.2019 geplante Fahrt in Absprache mit der Arp-Schnitger-Gesellschaft abgesagt werden muss.

Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten wird die Ausschreibung rechtzeitig wiederholt.

 

07. August 2019

 

Heimat- und Studienfahrt zum Arp-Schnitger-Centrum nach Golzwarden/Brake am 05.10.2019 fiel leider aus...

Aber da sich unser HV Bernd Isler so viel Mühe gemacht hatte, hier trotzdem noch einmal seine Detailplaung. Die Fahrt wird sicher nachgeholt....

 

 

Heimat- und Studienfahrt zum Arp-Schnitger-Centrum

nach Golzwarden/Brake am 05.10.2019

"Veranstalter: VHS Delmenhorst in Kooperation mit dem Heimatverein Delmenhorst".

 

Termin    :      Samstag, den 05.10.2019  

Abfahrt   :     13:30 Uhr, ZOB Delmenhorst

Rückkehr:     ca. 19:00 Uhr, ZOB Delmenhorst

 

 

 

Unter den Barockorgelbauern des 17. und 18. Jahrhunderts war Arp Schnitger (1649 – 1719) unstrittig der bedeutendste Vertreter der norddeutschen Orgelbaukunst. Als „Orgelmacher“, Ingenieur, Kunsthandwerker, Ausgestalter von Kirchenräumen und Akustiker setzte er Maßstäbe weit über seine Heimat hinaus. Sein Ruf gründete sich früh auf vorzügliche handwerkliche und technische Qualitäten sowie beeindruckende Klangfülle und Klangreinheit seiner Instrumente. Seine Orgeln waren allesamt Unikate und selbst in einfachster Ausführung ein Genuss für Auge und Ohr.

Arp Schnitger wurde kurz vor dem Ende des Dreißigjährigen Krieges im oldenburgischen Schmalenfleth, heute Stadtteil von Brake/Wesermarsch, geboren und in der benachbarten Sankt-Bartholomäus-Kirche in Golzwarden getauft. „Zur Ehre Gottes“ und „aus Liebe zu seiner Heimat“ baute der Meister seiner Taufkirche eine Orgel zum Selbstkostenpreis, die sich auch heute noch optisch in die barocke Innenausstattung wunderbar einfügt.   

 

 

Stationen der Exkursion sind:

  • Besuch des Arp-Schnitger Centrums, Vortrag über Leben und Werk des bedeutenden Orgelbauers,
  • Präsentation der Orgel in der Kirche Golzwarden, Bau und Funktion mit Klangbeispielen,
  • allgemein verständliche Erklärungen zum Taufbecken und der Kanzel des Künstlers und Bildhauers Ludwig Münstermann bzw. seines Meistergesellen Onno Diercksen,
  • Kaffeetafel im benachbarten Landcafé „Magenta“.

 

Reisepreis:  35,-- €   für Busfahrt, Vortrag und Vorführung, Nebenkosten und  Kaffeegedeck      

           

 

Reiseleiter: Bernd Isler

 

Mindestteilnehmerzahl:  35 

Verbindliche Anmeldung bis 20. September 2019

 

 

Hier finden Sie einige ausgesuchte Veranstaltungshinweise im Oktober 2019 vom HEIMATVEREIN und von der STADTKIRCHE Delmenhorst:

" Die im Januar/Februar begonnene Reihe von Veranstaltungen zu

Graf Anton II. von Oldenburg und Delmenhorst und seiner Familie wird im Oktober in der Stadtkirche fortgesetzt. 

 

am Mittwoch, 9. Oktober, 19 Uhr, Vortrag von HF Dr. Herta Hoffmann mit Musik und Schauspiel über die „gute Policey“ des Grafen Anton II., 

 

am Mittwoch, 16. Oktober, 19 Uhr, Vortrag von Pastor Thomas Meyer über die theologische Bedeutung der Sarginschriften auf den Särgen in der Grafengruft der Stadtkirche mit musikalischer Begleitung 

 

und am Freitag, 25. Oktober, 19 Uhr, mit einem vom Kantor Jörg Jacobi arrangierten Konzert zu den Sarginschriften in neuer musikalische Präsentation

 

zum 400. Todestag von Graf Anton II. abgeschlossen. "

 

 

2018 - so war das Jahr:                                      ================================                       

Weser-Renaissance in Delmenhorst: Farbige Fassadenzeichnung in Wolfenbüttel entdeckt -              Artikel vom 14.02.2018 hiesiger Lokalzeitungen

 

NWZ – Artikel vom 14.02.2018

Ein Stück der Stadt auf Reisen

von Imke Harms

 

Pompöse Ansicht: So hätte das Delmenhorster Schloss nach den Plänen von Herzog August umgestaltet werden sollen. Dazu kam es aber vermutlich nie.

 

Bild: landesarchiv wolfenbüttel 1 / 2

 

Viele Jahrhunderte war die Zeichnung der Delmenhorster Schlossansicht in Akten verschwunden gewesen. Jetzt ziert sie einen besonderen Platz.

 

Delmenhorst

Herzog August hatte Mitte des 16. Jahrhunderts offenbar Großes vor: im Schlosshof des Schlosses Delmenhorst plante er einen Marstall – „mit allem drum und dran: Pferdeställe, Reitbahn, Apartments, und und und“, berichtet Herta Hoffmann, stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Delmenhorst, am Dienstag im Delmenhorster Rathaus. Sie hatte im Zuge ihrer Forschungen zu Herzog Augusts Schwester, Gräfin Sibylla Elisabeth von Oldenburg und Delmenhorst, im Niedersächsischen Landesarchiv Wolfenbüttel recherchiert. Und war dort in einer sehr alten Akte auf eine bislang unbekannte und äußerst spannende Zeichnung gestoßen.

Dr. Heiner Borggrefe, stellvertretende Museumsdirektor des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake in Lemgo, wurde als Experte zurate gezogen. Laut seiner Ansicht handelt es sich bei diesem Entwurf um eine kolorierte Ansicht des Schlosses Delmenhorst aus der Mitte der 16. Jahrhunderts.

Diese wurde jetzt feierlich gemeinsam mit Oberbürgermeister Axel Jahnz im Rathaus aufgehängt. „Und zwar an einem sehr symbolischen Platz. Steht man vor der Zeichnung und dreht sich einmal herum, lenkt das den Blick genau auf die Graft“, gibt der Vorsitzende des Heimatvereins, Friedrich Hübner, stolz preis.

„Die Akte beinhaltete nicht nur die Zeichnung, sondern auch eine Art Gutachten des damaligen Hausvogtes. Diesem war zu entnehmen, dass er die Pläne Herzog Augusts für zu teuer, zu pompös und zu aufwendig befand“, erzählt Hoffmann von ihren Nachforschungen. Und weiter: „Herzog August musste nach dem Tod seiner Schwester für drei Jahre die Regentschaft übernehmen, weil noch keines ihrer Kinder volljährig war. Da hatte er anderes zu tun. Umgesetzt ist von den Plänen also vermutlich nichts.“

Jahnz zeigt sich am Dienstag begeistert: „Ich konnte es zuerst gar nicht glauben, dass ein solch wertvolles Dokument aufgetaucht ist.“ An Hoffmann gewandt fügt er hinzu: „Sie sind ein wunderbarer Zufall.“

Künftig wird man die Fassadenzeichnung auch als Postkarte versenden können. „Wir freuen uns, wenn das Erbe Delmenhorsts in die ganze Welt verschickt wird“, freute sich der Oberbürgermeister.

 

 

 

Ideen für altes Feuerwehrhaus Heimatverein plädiert für offenes Dorfhaus in Hasbergen

 
 
 
Das alte Feuerwehrhaus in der Bungerhofer Straße in Hasbergen. Foto: Melanie HohmannDas alte Feuerwehrhaus in der Bungerhofer Straße in Hasbergen. Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Das alte Hasberger Feuerwehrhaus könnte ein Dorfgemeinschaftshaus oder eine Gastronomie werden. Diese Ideen aus dem Ortsrat Hasbergen lobt der Heimatverein Delmenhorst – verbunden mit einem Appell.

 

Zu den in der jüngsten Sitzung des Hasberger Ortsrates besprochenen Ideen für die Nachnutzung des alten Hasberger Feuerwehrhauses bezieht der Heimatverein Delmenhorst Stellung. Die Heimatfreunde unterstützten auf ihrer Mitgliederversammlung nach Angaben des Vorsitzenden Friedrich Hübner einstimmig die Hasberger Vorschläge, das Gebäude an der Bungerhofer Straße entweder als Dorfgemeinschaftshaus mit Veranstaltungsraum und eventuell einem Dorfladen oder für eine Gastronomie zu nutzen. Letztere könne den ländlichen Tourismus stärken und der benachbarten Museumsmühle Hasbergen mehr Besucher bescheren.

Gleiche Bedingungen für gemeinnützige Vereine gefordert

Den Zuspruch verbindet der Heimatverein allerdings mit dem Appell, dass ein Dorfgemeinschaftshaus mit Veranstaltungsraum „für alle gemeinnützigen Vereine in Delmenhorst zu den selben Bedingungen zur Verfügung“ stehen müsse. Schließlich sei die Stadt Delmenhorst Eigentümerin des Grundstücks und der Gebäude, betonen die Heimatfreunde. „Wenn das so bleibt, wird sie auch in Zukunft die Unterhaltungslast aus gesamtstädtischen Mitteln tragen“, streicht Hübner heraus. Eine regionale Begrenzung der möglichen Nutzer ist daher aus Sicht des Heimatvereins nicht zu rechtfertigen.

Heimatverein Delmenhorst erhält den Preis für

 

Bürger- und Umweltengagement 2018

 

Bericht der NWZ vom 26.05.2018

 
Die Preisträger des Delmenhorster Preises für Bürger- und Umweltengagement 2018 und Teile der Jury (links)
Bild: bednarz

Die Schülergenossenschaft „Küchenzauber“ erhielt dieses Jahr den ersten Preis. Drei weitere Preise und zwei Sonderpreise wurden vergeben.

Delmenhorst Die Mühe hat sich gelohnt. Der gesamte Awo-Kindergarten Hasport war auf den Beinen, beteiligte sich Anfang März an der alljährlichen Aufräumaktion „Delmenhorst putzt sich heraus“. Jetzt wurde er dafür ausgezeichnet – mit einem Sonderpreis, einem leckeren und gesunden Essen für alle Kinder, im Rahmen der diesjährigen Verleihung des Preises für Bürger- und Umweltengagement. Zum 13. Mal hat die Stadt am Donnerstag in der Markthalle Gruppen, Vereine, Initiativen und Einzelpersonen für ihren bürgerschaftlichen Einsatz und Einsatz für die Natur gewürdigt, eben auch den Kindergarten. Ein weiterer Sonderpreis ging an den Hobbyfilmer Klaus Brinkmann, der mit seinem Videokanal „Leben in Delmenhorst“ auf Youtube viel fürs Image der Stadt tut. Die Preisverleihung nahm Oberbürgermeister Axel Jahnz vor.

Vier Hauptpreise wurden dieses Jahr vergeben. Der erste Preis, dotiert mit 1500 Euro, ging an die Schülergenossenschaft „Küchenzauber“ von den Berufsbildenden Schulen II. Die Schülerfirma arbeitet nachhaltig, bietet Catering-Dienstleistungen an, hat ein Kochbuch herausgegeben und vermarktet einen To-Go-Kaffeebecher als ihren Beitrag gegen die Plastikmüll-

Flut. Den Scheck nahmen die „Küchenzauber“-Mitarbeiterinnen Walaa Younes und Milad Sarkut entgegen.

Der Bürgerparkverein „Unsere Graft“ erhielt den zweiten Preis (1000 Euro) für seine Bemühungen zum Erhalt und zur Verschönerung der Graft und insbesondere für den dortigen Bienenlehrgarten. „Das war eine fantastische Idee. Ich bin begeistert, was Sie dem Publikum bieten“, sagte Jahnz bei der Preisübergabe an den „Unsere Graft“-Präsidenten Dr. Klaus Bohnemann.

Für die Pflege und den Erhalt der plattdeutschen Sprache erhielten die „Jungs un Deerns“, Jugendabteilung des Niederdeutschen Theaters Delmenhorst, den dritten Preis, dotiert mit 750 Euro. Jahnz übergab den Scheck dem NTD-Vorsitzenden Dirk Wieting. Preis Nummer vier (500 Euro), erhielt der Heimatverein Delmenhorst für seine „Arbeit gegen die Schlechtmacherei Delmenhorsts“, die Vorsitzender Friedrich Hübner als wesentliches Ziel des Vereins benannte.

Der Preis wird alle zwei Jahre ausgelobt. Für dieses Jahr waren zehn Projekte vorgeschlagen worden, aus denen eine Jury mit Vertretern aus Rat und Verwaltung die Preisträger ausgesucht hat.

Musikalisch umrahmt wurde die Preisverleihung vom Saxofon-Quartett der städtischen Musikschule unter der Leitung von Annett Becker-Edert.

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Delmenhorster Kreisblatt vom 24. Mai 2018

13. Preis für Bürger- und Umweltengagement Preisverleihung – Delmenhorst ehrt seine Bürger

 
 
Versammelte Preisträger: Vertreter aller geehrten Gruppen zusammen mit der vierköpfigen Jury bestehend aus Ratsleuten (li.), die insgesamt Preisgelder in Höhe von 4000 Euro vergab. Foto: Frederik GrabbeVersammelte Preisträger: Vertreter aller geehrten Gruppen zusammen mit der vierköpfigen Jury bestehend aus Ratsleuten (li.), die insgesamt Preisgelder in Höhe von 4000 Euro vergab. Foto: Frederik Grabbe

Delmenhorst. In der Markthalle ist am Donnerstag der Preis für Bürger- und Umweltengagement verliehen worden. Oberbürgermeister Jahnz nutzte die Feierstunde für ein Lob auf das Ehrenamt.

 

Es sollte eine hohe Auszeichnung für das Ehrenamt sein: Die Stadt Delmenhorst hat am Donnerstag in der Markthalle den Preis für Bürger- und Umweltengagement verliehen. Sie ehrte vier Gruppen mit Urkunden und Geldgeschenken. Zudem vergab sie zwei Sonderpreise. Oberbürgermeister Axel Jahnz nutzte die Feierstunde, um das ehrenamtliche Engagement in der Stadt zu loben: „Ohne das Ehrenamt wäre Delmenhorst nichts.“

Die Preisträger sind:

 

4. Preis: Heimatverein Delmenhorst

Archivfoto: Sonia VoigtArchivfoto Sonia Vogt / DK

 

Der Heimatverein Delmenhorst für Heimatpflege und Heimatkunde:

 

Der Heimatverein Delmenhorst bekam den vierten Preis für sein Engagement in Heimatpflege und Heimatkunde wie etwa das Finden und Herrichten einer alten Stadtansicht des früheren Delmenhorster Schlosses. Der Vorsitzende Friedrich Hübner hob besonders die Rolle von Mitgliederbeiträgen und Spendengeldern für die Arbeit des Vereins hervor. „Wir wollen gegen die ewige Schlechtmacherei in dieser Stadt anarbeiten und die schönen Seiten Delmenhorsts nach vorne stellen“, sagte Hübner bei der Feierstunde in der Markthalle.

 

 

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Delme Report vom 25.05.2018

Alle zwei Jahre vergibt die Stadt ihren Preis für ehrenamtliches, soziales Engagement und Umwelteinsatz an Bürger und Gruppen, die sich auf diesen Feldern hervortun. Gestern (24. Mai) war es wieder soweit. Gleich sechsmal konnten sich Preisträger über die Auszeichnung freuen. “Ohne Ehrenamt wäre eine Gesellschaft bei uns kaum denkbar”, hob Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD) hervor.
 
“Ich bin nicht erstaunt über so viele Bewerbungen”, meinte Jahnz angesichts der Vielzahl an Vorschläge, die diesmal eingegangen waren. “Hier zeigt sich, wie gut wir hier unterwegs sind.” Für ihn sei das aussagekräftiger über die Lebensqualität in der Stadt, als statistische Beurteilungen, wie sie jüngst im ZDF gezeigt wurden. Dort hatte Delmenhorst nur einen der letzten Plätze bei der Lebensqualität belegt.
 

Heimatverein und plattdeutsche Theatergruppe unter Preisträgern

Über den 4. Preis und ein Preisgeld von 500 Euro freute sich der Heimatverein Delmenhorst. Dessen Dokumentation der Stadtgeschichte nannte Jahnz “unschätzbar”. Friedrich Hübner, Vorsitzender des Vereins, bedankte sich: “Dieser Preis ist eine Würdigung unserer Arbeit.” Und die sei nur dank der Mitarbeit seiner aktiven Mitglieder und der Unterstützung durch Sponsoren möglich.

 

 

 

 

 

 

 

Artikel NWZ vom 08. Sep. 2018

 

      Heimatverein Delmenhorst
      Heimatjahrbuch und Postkarten aus dem „Großen Krieg“

      Manuela Wolbers (NWZ)

 
Die ehrenamtlichen Autoren, Sponsoren, Mitarbeiter des Stadtmuseums und Mitglieder des Heimatvereins präsentieren das neue Heimatjahrbuch.
Bild: Manuela Wolbers 1 / 2

„100 Jahre Ende des 1. Weltkriegs/Revolution“, so lautet das Thema des neuen Heimatjahrbuches. Auch das Museum profitiert vom Inhalt eines bestimmten Beitrags.

Delmenhorst Vor 100 Jahren endete der 1. Weltkrieg. Passend dazu widmet sich auch das diesjährige Heimatjahrbuch diesem Thema. Fünf Beiträge verschiedener Autoren aus verschiedenen Perspektiven sind dazu in dem 136 starken Band abgedruckt. In den weiteren neun Beiträgen präsentieren die ehrenamtlichen Autoren eine bunte Mischung verschiedener Persönlichkeiten, Begebenheiten und Epochen. Das Thema war zwar grob angegeben, „wir sind auch offen für andere Beiträge kunterbunter Art, wenn sie in die Reihe passen“, sagt Friedrich Hübner, Vorsitzender des Heimatvereins Delmenhorst.

Gleich zwei Beiträge widmen sich dabei den Feldpostkarten, die Soldaten von der Front an ihre Familien schickten und umgekehrt als Nachrichten aus der Heimat bekamen (siehe Infobox). Weiter gibt es unter anderem einen Beitrag zur katholischen Gemeinde Delmenhorst – und wie sie es geschafft hat, ihre Kirchenglocke wieder zurückzugewinnen – und die Berichterstattung in der regionalen Presse.

Postkarten aus dem Ersten Weltkrieg

Der Delmenhorster Franz-Reinhard Ruppert hat dem Stadtmuseum Delmenhorst 152 Postkarten aus dem Familienbesitz geschenkt.

Diese „sehr persönliche Sammlung“, so Museumsmitarbeiter Bernd Entelmann, enthält Karten, die zum Teil auch zwischen den Soldaten verschiedener Armeen hin- und herverschickt wurden – der deutschen und der österreichisch-ungarischen. Die Texte erzählen von den Ereignissen im Krieg an der Front und von den Erlebnissen in der Heimat. Darüber schreibt Ruppert auch im Heimatjahrbuch.

Die Karten sind für 2019 als Teil der Ausstellung im Stadtmuseum über den 1. Weltkrieg eingeplant.

Auf den hinteren Seiten geht es dann um ganz verschiedene Themen. So schreibt etwa Roland Buschmeyer von der Museumsmühle Hasbergen über die Einführung des metrischen Maßes und Gewichts in Oldenburg vor 150 Jahren. Johann Siemers erzählt in seinem Beitrag von seiner Lehrzeit beim Schlachter Landwehr, seiner Zeit als Wandergeselle und die zunehmende Industrialisierung des Schlachterhandwerks in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Den Abschluss bilden wie immer die Vereinsmitteilungen. Das Thema für das kommende Jahrbuch steht auch schon fest: Zum 100-jährigen Jubiläum demokratischer Wahlen und des Frauenwahlrechts hofft Friedrich Hübner auf Beiträge.

Das Heimatjahrbuch 2018 gibt es im Buchhandel und im Stadtmuseum. Der Preis beträgt 14,95 Euro.

 

 

 

2017 - so war das Jahr

 

Delmenhorster Heimatjahrbuch 2017 vorgestellt (DK vom 16.09.2017)

 
 
 
Mit Liebe zu Geschichte: Heimatfreunde, Autoren und Unterstützer des Delmenhorster Heimatjahrbuches 2017 bei der Vorstellung im Stadtmuseum. Foto: Marco JuliusMit Liebe zu Geschichte: Heimatfreunde, Autoren und Unterstützer des Delmenhorster Heimatjahrbuches 2017 bei der Vorstellung im Stadtmuseum. Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Der Heimatverein liefert mit seinem Heimatjahrbuch 2017 wieder Wissens- und Lesenswertes über Stadt und Land. Das Buch ist ab sofort im Handel erhältlich.

 

Es ist am Ende dann doch ein wenig dicker geworden als geplant: Die Heimatfreunde Delmenhorst um den Vorsitzenden Friedrich Hübner haben gestern im Stadtmuseum das Heimatjahrbuch 2017 vorgestellt. Vollgepackt mit Geschichte und Geschichten aus Delmenhorst und der Region kommt das Werk auf über 140 Seiten.

17 ehrenamtliche Autoren haben Beiträge verfasst, die sich vor allem – aber nicht ausschließlich – mit den beiden Themenschwerpunkten „500 Jahre Reformation“ und „150 Jahre Eisenbahn in Delmenhorst“ beschäftigen. „Aus meiner Sicht ist uns ein wunderbares Heimatjahrbuch gelungen“, sagte Hübner, der besonders den Autoren, aber auch Verleger Bernd Oeljeschläger (Culturcon Medien) für die gute Zusammenarbeit dankte.

1000 Exemplare gedruckt

1000 Exemplare sind gedruckt und ab sofort im Buchhandel und im Museum für 14,95 Euro erhältlich. Mitglieder des Heimatvereins erhalten ihr Exemplar kostenfrei.

 

Die Themenvielfalt des neuen Heimatjahrbuches beeindruckt. Sie reicht – neben den genannten Schwerpunkten – von der Geschichte der Firma Tönnies („Vom Proppsnieder zur weltweit agierenden Unternehmensgruppe“) über die Lehrlingsausbildung bei der NW&K in den 1950 und 1960er Jahren bishin zu einem ins Plattdeutsche übersetzten japanischen Märchen. Auch Jan Tut und Mett Siewers, Gästeführer im historischen Gewand, werden mit dem Beitrag „Zwei wieder lebendig gewordene Delmenhorster Originale“ bedacht. Der Beitrag „Die Bibel von Gräfin Sibylla Elisabeth“ lenkt den Blick auf die Bibliothek des ehemaligen Delmenhorster Schlosses.

Erste Ideen für Jahrbuch 2018

Vereinsmitteilungen und Berichte aus dem Vorstand runden das Heimatjahrbuch 2017 ab, das einmal mehr für sich in Anspruch nehmen darf, Geschichte und Geschichten aus Stadt und Land liebevoll recherchiert und gut lesbar aufbereitet zu liefern.

Für das Heimatjahrbuch 2018 gibt es laut Hübner bereits erste Ideen. So will man sich dem Thema „100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs/Novemberrevolution“ widmen – und versuchen, sich dann – aus Kostengründen – auf rund 100 Seiten zu beschränken. Zu schreiben gebe es – wie immer – so viel mehr.